Donnerstag, 2. Februar 2023
Metropol, Zürich

Datenschutz im digitalen Bildungswesen

Das Bildungswesen wird, wie alle anderen Lebensbereiche, mit rasanter Geschwindigkeit digitalisiert. Der Telefonalarm, der auf einem A4-Blatt am Kühlschrank klebt, musste der WhatsApp-Gruppe weichen. Das Schülerdossier auf Papier wird abgelöst von digitalen Akten, die die Kinder und späteren Jugendlichen ab Eintritt in das staatliche Bildungswesen begleiten. Der Unterricht erfolgt hybrid, längst nicht mehr (nur) auf Papier, sondern mittels eLearning. Schulpsychologinnen, Schulsozialarbeiter, Logopäden und Ergotherapeutinnen arbeiten mit Tabletts in ihren Sitzungen und bearbeiten die Daten ihrer Schützlinge auf dem Nachhauseweg bequem via Cloud im Zug. Schöne, digitalisierte Bildungswelt – alles scheint praktisch, user-friendly und intuitiv. 
Wie steht es aber um den datenschutzrechtlichen Rahmen und das gesellschaftliche Bewusstsein für die Thematik? Genügt der Rechtsrahmen (noch) – oder gerät das föderalistische System angesichts der sämtliche Grenzen überschreitenden Digitalisierung des Bildungswesens eben doch an seine Grenzen? Und wie steht es um die Verantwortungsübernahme von uns allen als Gesellschaft, aber auch als Individuen? Der Beitrag von Sandra Husi zeichnet ein «big picture» der aktuellsten Herausforderungen im digitalen Bildungswesen aus datenschutzrechtlicher Perspektive und geht dabei der Frage nach, welche Lösungsansätze dazu beitragen können, die Persönlichkeitsrechte unserer Kinder im Bildungsalltag zu schützen.
 
 
Treffen Sie Sandra Husi-Stämpfli am Schulthess Forum Digitalisierung der Jugend.